Auswertung der Fragebögen 2006
Von den 1503 steirischen TeilnehmerInnen haben 260 Personen einen ausgefüllten Fragebögen zurückgeschickt, über ihre Erfahrungen beim Autofasten berichtet und sehr detaillierte Verbesserungsvorschläge gemacht.
Die Auswertung dieser Fragebögen können Sie hier downloaden.
Fastentickets im Wert von 5000.- Euro verlost!
Die vom Steirischen Verkehrsverbund und den Grazer Stadtwerken zur Verfügung gestellten "Fastentickets" wurden verlost. "Autofasten" bedankt sich herzlich für die gute Kooperation!
Ob Sie zu den Gewinner/innen gehören, erfahren sie hier:
http://verbundlinie.at/service/502010/autofasten_gewinner.php
Übergabe der 240 Fragebögen an die Verkehrsbetriebe
Fotolegende (von links):
Mag. Hemma Opis-Pieber (Diözese Graz-Seckau)
Stephan Thaler (Steirischer Verkehrsverbund)
DI Andreas Solymos (Grazer Verkehrsbetriebe)
UProf. Dr. Johann-Georg Haditsch
(Evangelische Kirche A.B.)
Die glücklichen Gewinner/innen der Fahrräder der Firma Bicycle
Mit der Übergabe der 10 gewonnenen Fahrräder und dem Auswertungsgespräch ist "Autofasten 2006" offiziell zu Ende gegangen.
Wir gratulieren herzlich den GewinnerInnen
der Autofasten-Fahrräder!
"Glücksengerl" Benedicta (4J.) hat folgende Namen gezogen:
Walter P., 8045 Graz
Christian R., Gröbming
Sigrid S., 8010 Graz
Elfriede P., 8322 Studenzen
Claudia H., Mürzzuschlag
Christine G., 8330 Feldbach
Heribert U., 8401 Kalsdorf
Verena St., 8020 Graz
Anton R., 8280 Fürstenfeld
Johann R., 8583 Kainach
Auswertungsgespräch
und Übergabe der Fahrräder
Freitag, 12. Mai 2006 ab 16.00 Uhr
in der Pfarre „Christus der Salvator"
8010 Graz, Theodor-Körner-Str. 141
Straßenbahn Linie 4 oder 5: Haltestelle „Robert-Stolz-Gasse"
Bus 53 (vom Hauptbahnhof): Haltestelle „Kettengasse"
Parkplatz vorhanden
Wir danken Ihnen für Ihre Teilnahme beim „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen" und hoffen, dass Sie viele schöne Erfahrungen und Begegnungen hatten!
Insgesamt haben 1503 Steirer/innen mitgemacht und gemeinsam unzählige Tonnen CO2 eingespart.
Wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben oder Kritik loswerden möchten - sowohl die Organisation als auch den Steirischen Verkehrsverbund betreffend - können Sie entweder den Fragebogen ausfüllen oder aber persönlich am Auswertungsgespräch teilnehmen. Neben den Organisatoren aus den beiden Kirchen wird auch ein Vertreter des Steirischen Verkehrsverbundes anwesend sein.
An diesem Nachmittag werden auch die gewonnenen Fahrräder der Firma Bicycle übergeben.
Die ersten 40 Teilnehmer/innen erhalten als kleines Dankeschön eine von der Firma Zotter zur Verfügung gestellte Schokolade!
Download: Auswertungsbogen
Auswertungsbogen downloaden und bis spätestens Ende April
per Mail an lisa.pieler@graz-seckau.at senden.
Autofasten - Straßenaktion der Knallerbse
Im Rahmen des Projektunterrichtes organisierten 19 Schüler/innen der „Knallerbse" (Pfeifferhofweg) gemeinsam mit ihrer Ethik-Lehrerin Maria Leopold eine Straßenaktion zum „Autofasten".
Mit großem Engagement hatten sie sich in das Thema eingearbeitet, Transparente gemalt uns sogar eine Power-Point-Präsentation zum Thema „Feinstaub" vorbereitet.
Dem kalten Wetter zum Trotz waren sie mit Feuereifer bei der Sache und verteilten zwei Stunden lang - mit Feinstaubmasken ausgerüstet - in der Grazer Innenstadt Autofasten-Folder an Passanten und in Geschäften.
Anschließend nahmen sie an der vom Grazer Kinderparlament organisierten Kinder-Feinstaub-Demonstration teil um die zuständigen Politiker/innen zum entschlossenen Handeln zu bewegen.
„Nächstes Jahr sind wir wieder dabei"!, versprachen sie einhellig. „Dann aber zusätzlich mit Elektro-Auto und Fahrrädern"!
„Klimaschutz muss in eine Nachhaltigkeitsstrategie eingebettet sein."
Die „Wissenschafterin des Jahres 2005" und Meteorologin an der BOKU Wien, UProf. Dr. Helga Kromp-Kolb, hielt am 13. März 2006 in Graz auf Einladung der Katholischen Hochschulgemeinde in Kooperation mit „Autofasten" einen Vortrag über „Klimawandel und Nachhaltigkeit".
In beeindruckender Weise referierte Frau Kromp-Kolb die komplexen Zusammenhänge des Klimas und seiner Erforschung. So führte sie u.a. aus, dass die globale Mitteltemperatur in den letzten 150 Jahren um 0,6-0,8° gestiegen sei, ein nur auf den ersten Blick harmloser Wert. De facto zeige dieser jedoch eine Tendenz der zunehmenden Erderwärmung an, die weitreichende Auswirkungen haben werde.
Für Österreich könnte das u.a. eine Verdoppelung der Hitzetage (über 30°), eine Häufung von Hitzeperioden, das Abschmelzen der Gletscher sowie das Sinken der Schneegrenze bedeuten.
Global gesehen müssten Länder wie Bangladesh oder Regionen wie das Nildelta mit Überflutung und in der Folge mit dem Verlust an Heimat und Wohnfläche für Millionen Menschen rechnen, während andere Regionen der Erde von Dürre bedroht seien. In Summe würde die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgehen, so Kromp-Kolb, und dadurch der soziale Frieden massiv bedroht werden. Umweltflüchtlinge und Kriege um Ressourcen sind weitere Facetten dieses beklemmenden Szenarios. Kromp-Kolb legte in ihrem Vortrag jedoch Wert auf die Feststellung, nicht Panikmache betreiben zu wollen, sondern zu informieren und zu gesellschaftspolitischem Engagement zu motivieren.
Da die Erderwärmung auf die Eingriffe des Menschen in den Kohlenstoffkreislauf zurückzuführen sei (durch Verbrennung fossiler Brennstoffe sowie Land- und Forstwirtschaft gelangen jährlich 3,2 Gigatonnen C02 in die Atmosphäre!), könnten bzw. müssten auch wir Menschen die „Notbremse" ziehen.
Was können die einzelnen Bürger/innen dazu beitragen?
Es sei wichtig, so Kromp-Kolb in ihrer Antwort auf diese Frage, den gesamten Klimaschutz in den Prozess der Nachhaltigkeit einzubetten, d.h., auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Verträglichkeit aller Maßnahmen zu achten. Jede Form eines nachhaltigen Lebensstils tue auch dem Klima gut - und damit auch uns selbst: „Klimaschutz ist Selbstschutz".
Der Verkehr sei einer der „Hauptlieferanten" für Schadstoffe. Hier könne die überlegte Wahl des Verkehrsmittels, Autofasten, Wahl des Autos (Negativbeispiel Allradautos in der Stadt) bzw. der Autofarbe, sparsamer Einsatz der Klimaanlage etc. für Entlastung sorgen. Weiters sinnvoll seien saisonaler und regionaler Einkauf, um Transportwege zu vermeiden und vor allem der Verzicht auf unnötige Flugreisen. In den Bereichen Bauen und Wohnen plädierte Kromp-Kolb dafür, „mit, nicht gegen das Klima" zu bauen und der Region angepasste Baumaterialien zu verwenden. Glastürme, die im Sommer mehr Energie für die Kühlung als im Winter für das Heizen bräuchten, wären ökologisch äußerst bedenklich.
Fazit: Die Lage ist nicht hoffnungslos, aber ernst, und es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung von KonsumentInnen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, um eine negative Entwicklung zumindest zu bremsen.
HOP
Literaturtipp: Helga Kromp-Kolb/Herbert Formayer: Schwarzbuch Klimawandel. Wie viel Zeit bleibt uns noch? Salzburg 2005