Mittwoch 20. Juni 2018

 

 

22.10.2015 / Graz

Warum "System Change, not climate change"?

Es ist, als säßen wir in einem Auto, das mit voller Geschwindigkeit auf eine Klippe zurast. Statt zu bremsen, drücken wir aufs Gas – in der Hoffnung, dass rechtzeitig vor dem Absturz noch eine Brücke gebaut wird oder das Auto zu fliegen beginnt. Oder dass, wenn wir die Augen nur fest zumachen, der Abgrund vielleicht gar nicht da ist.

 

Der Glaube an die menschliche Fähigkeit, durch technische Lösungen das Weltklima so drastisch zu manipulieren, dass wir weitermachen können wie bisher, ist wirklich erstaunlich. Milliarden fließen in die gefährliche Geo-Engineering-Forschung, während Methoden wie Schiefergas-Extraktion oder CO2-Speicherung versprechen, die Klippe noch ein wenig nach hinten zu verlegen, das Ende der fossilen Ressourcen hinauszuzögern, die natürlichen Grenzen zu überlisten. Sowohl Regierungen, internationale Institutionen, Konzerne als auch so manche grüne Parteien und Umweltschutzorganisationen befeuern die Hoffnungen, dass es in Zukunft möglich sei, Wirtschaftswachstum von Ressourcenverbrauch und Treibhausgasausstoß zu entkoppeln. Die Strategie heißt mal „Green Economy“ oder „Grünes Wachstum“, mal „Bioökonomie“.

 

Weitere Infos unter: http://systemchangenotclimatechange.at/

Ich möchte mich bei den Verantwortlichen und auch Unterstützern dieser Initiative sehr herzlich bedanken, da ich es als sehr wichtig finde sich diesem Thema anzunehmen.

Leider macht mich dieses Thema auch sehr unrund, da mich so manche Entwicklung sehr beunruhigen.

Ich denke da an alle Katastrophen: Überschwemmungen, Beben und anderes, an denen wir mit unsrem Verhalten oftmals sehr viel beitragen und vieles selbstverschuldet ist.

Und dennoch läuft alles weiter, wie gewohnt, die Leute fahren kurze Strecken mit dem Auto, sitzen hauptsächlich alleine drinnen, nützen das Auto um am Bahnhof ihre Runden zu drehen, cool zu sein und anzugeben.

Das ärgert mich so sehr, dass ich's gar nicht beschreiben kann.



Und dann - auch wenn's nicht daher passt - gibt's die Leute, die jeden Tag bei jedem Wetter mit dem Radl zum Bahnhof fahren und am Morgen am Weg zum Rad ihr Rad nicht mehr vorfinden, weil's wer in der Nacht gestohlen hat.

Es passt wirklich nicht hundert pro her, aber dennoch denk ich mir, ist es einfach eine Unverschämtheit das überhaupt zu tun und generell empfinde ich es auch so, dass das Entgegenkommen bzw. die Toleranz von Autofahrern gegenüber Radfahrern ziemlich gering ist.



Ich hoffe, nun nicht die Länge gesprengt zu haben und zu negativ gewesen zu sein, aber das sind Themen, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigen.



Danke an alle, die sich um unsere Umwelt Gedanken machen und sinnvoll mit ihr umgehen!!
Carola Thier-Grasböck
image
Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
http://www.autofasten.at/