Mittwoch 17. Januar 2018

 

 

04.03.2016

Was Radfahren attraktiv macht

Irene Scheuba hat unter Ihren Bekannten eine Umfrage zum Thema Radfahren gemacht. Lesen Sie, was die RadfahrerInnen bewegt und wie sie die Situation verbessern würden.

Fehlende Fahrradständer

 

Fahrradwege werden in Wien immer mehr, auch wenn es da noch Verbesserungspotenzial gibt. Was wirklich fehlt sind genug Fahrradständer vor Schulen oder öffentlichen Gebäuden. In Wien zum Beispiel vor dem Parlament, Hofburg etc. auch am Graben gibt es recht wenig Fahrradständer. Ein Fahrradständer, an dem 12 - 16 Räder angekettet werden können, braucht so viel Platz wie ein Auto, wobei man ja nicht zwangsläufig nur das eine von beidem hat. Moderne Bauten dagegen haben immer Tiefgaragen und es werden gerade relativ viele öffentliche Tiefgaragen gebaut. Fehlende Fahrradständer waren ein wichtiger Grund bei mir an der Schule, warum viele nicht mit dem Rad gekommen sind, denn sie konnten es nirgends anketten, so eine erfahrene Radlerin.

 

Früh übt sich

 

Wenn man sich das Fahrradfahren früh angewöhnt, greift man auch später nicht so oft zum Auto. Wenn man gut trainiert ist, kommt man selbst in Wien in die Randbezirke hinaus oft am schnellsten mit dem Rad. Die AutofahrerInnen nehmen immer mehr Rücksicht, weil immer mehr von ihnen selbst ab und zu mal fahren, auch wenn das Verständnis füreinander noch verbessert werden könnte. Für die Stadt ist es extrem wichtig, weil es nicht nur zu einer besseren Stadtluft beiträgt, es entlastet den Verkehr enorm, trägt zur Gesundheit der Leute bei und auch das Thema wie viele Parkplätze man braucht und wie diese Flächen anders genutzt werden können, muss neu überdacht werden. Auch das Citybike hat Ausbaupotenzial.

 

Fahrradstreifen breit genug fürs Überholen

 

Was man überdenken wird müssen ist, dass das Überholen auf dünnen Fahrradwegen nicht möglich ist und man deswegen immer auf die Autofahrspur ausweichen muss. Oft problemlos möglich, aber zum Beispiel auf der Währingerstraße stadteinwärts mit all dem Verkehr durchaus ein Thema, so ein Wiener Alltagsradlerin. Und je mehr Leute mit dem Fahrrad fahren, umso mehr Werkstätten etc. wird man brauchen, was Kleinst- und Kleinbetrieben sehr zu Gute kommt. Das Fahrradgeschäft meines Vertrauens ist immer über Wochen hinaus bereits ausgebucht, wenn man das Rad servicieren lassen will.

 

 

Radfahren kurz gefasst:

 

Schnell, billig, unabhängig, eigenes Tempo, Sport = Ausgleich, braucht keinen Parkplatz, schont die Umwelt (Abgas, ist das schnellste Fortbewegungsmittel! Der Komfort lässt extrem nach, wenn es regnet. Du kommst ans Tageslicht- wichtig für die innere Uhr (andere Spektralzusammensetzung des Sonnenlichts - morgens und abends)

Studien zeigen ja, dass man besser lernt, wenn man sich mehr bewegt.

 

Nachteil: RadfahrerInnen, die keinen Führerschein haben, was aber wichtig wäre, damit sich VerkehrsteilnehmerInnen gegenseitig einschätzen können. Sie nehmen am Verkehr teil, haben aber vergleichsweise wenig Einblick/Überblick.

 

Vielen Dank an Irene Scheuba!

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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
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