Montag 24. September 2018

21.05.2014 / Graz

Autofasten Gewinnübergabe Steiermark

Die Ergebnisse von „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ 2014 wurden am 20. Mai im Rahmen eines Dankefestes und der Gewinnübergabe im Bischöflichen Ordinariat in Graz präsentiert. Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz, Superintendent Hermann Miklas, Landtagsabgeordneter Peter Samt und Stadträtin Lisa übergaben die Autofasten Preise 2014 (Urlaube am Bauernhof, Schuhe von VegaNova, ein e-bike Wochenende und Vorteilscards der ÖBB). 

 

Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz sieht in der Aktion Autofasten eine gelungene Kombination aus Glaube und Leben, die auf vielen Ebenen Kooperationen ermöglicht. Superintendent Hermann Miklas, persönlich ein begeisteter Bahnfahrer, unterstrich das Fasten als ein Erlebnis, wie „weniger mehr sein kann“. Sowohl  Stadträtin Lisa Rücker als auch Landtagsabgeordneter Peter Samt sehen den Vorteil von Autofasten, im Gewinn an persönlicher Freiheit. Die Politik sei gefordert, Wahlfreiheit für die individuelle Mobilität zu ermöglichen und dazu sei eben Geld in die Hand zu nehmen, so Samt. Stadträtin Rücker stellte den Vergleich an, wie viel Raum Autos rauben. In Österreich wisse man sehr wohl um ökologische Dimensionen Bescheid, sei aber ein „Ja-aber-Sager“ und verhindere radikalere Schritte, um die Chancen für eine lebenswerte Zukunft für die Nachkommen zu erhalten.

 

Rund 60 Prozent der über 7.600 steirischen Autofastenden fordern von der Politik (Stadt und Land) mehr Mut zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik im Sinne eines umfassenden Mobilitätspaketes. Zum Mobilitätspaket zählt unter anderem: Ausbau, bessere Taktung und günstigere öffentliche Verkehrsmittel; quantitativer und qualitativer Ausbau der Radwege; wirkungsvolle Feinstaubmaßnahmen wie autofreie Tage, Verkehrsberuhigung, Fahrverbote; Förderung von Fahrgemeinschaften; Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung; Ökologisierung von betrieblichen Förderungen und Pendlerbeihilfen.

 

Die Organisatorin der ökumenischen Aktion Autofasten, Michaela Ziegler ist sich sicher: „Die Autofastenden in der Steiermark gehen den richtigen Weg! Sie tragen nachhaltig zur Verbesserung der Luftqualität bei.“  So wurde bereits die Idee „ein autofreier Tag / Woche (Autofasten PLUS)“ umgesetzt. 290 Personen lassen in der Steiermark ab sofort an einem – mit einem Aufkleber gekennzeichneten – Tag pro Woche ihr Auto stehen. Dieses „Experiment mit Retro-Charme“ läuft das ganze Jahr!

Früher habe ich gar nicht nachgedacht, ob es zur Erledigung meiner Wege mit dem Auto eine Alternative gibt. Heute schon. Ich gehe zu Fuß. Auch weitere Strecken und habe Spaß an der Bewegung.

Der Unterschied macht sich in meinem Körpergewicht bemerkbar. Immerhin in fünf Jahren 16 Kilo weniger. Ich kann mir die Schuhe zubinden ohne dabei fast zu ersticken. Mein BMI liegt bei 23 und mein Herzinfarktrisiko ist laut letzter Blutanalyse nur mehr gering.

Ich erinnere mich noch an die autofreien Tage mit den Pickerl hinter der Scheibe. Mein Tag war Mittwoch und es ging auch so. Das sollte wieder eingeführt werden. Aufgrund der Klimaveränderung ist heute mehr notwendig. Zum Beispiel: PKW mit ungeraden Kennzeichennummern fahren an ungeraden Kalendertagen und PKW mit geraden Kennzeichennummern an geraden Kalendertagen.

Das ist ja nicht so schwer zu verstehen und würde eine gewaltige Emissionseinsparung bringen.

Vielleicht wird was daraus.



Gruß

Christian
Christian Weishaeupl
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
http://www.autofasten.at/