Tuesday 31. May 2016

  

Autofasten Heilsam in Bewegung kommen

Gedanken zu „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen“ von

Diözesanadministrator Mag. Jakob Bürgler

Worauf kommt es im Leben an? Viele Menschen sehen in Umwelt- und Klimaschutz eine grundlegende Voraussetzung für gutes Leben. Letztlich sind Umwelt- und Klimaschutz Fragen, bei denen es um Armut und Gerechtigkeit geht, um die künftigen Generationen und um die Art und Weise, wie wir mit uns selber umgehen.

Christliches Fasten ist die Einladung, etwas langsamer und achtsamer zu leben. Es bedeutet, Sorge zu tragen, dass es mir, meinen Mitmenschen, meiner Umwelt gut geht. Die ökologische Verantwortung ist Bestandteil unseres Glaubens. Es geht um Ehrfurcht, Achtsamkeit und Wertschätzung im Umgang mit dem Lebensraum, mit den Geschöpfen und Dingen. Die Fastenzeit ist eine Einladung, „Wege des Weniger“ zu finden, Wege der Einfachheit, des Maßhaltens, des Verzichtes.

Die Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ soll zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil anregen. Sie soll neue Lebensqualität und Umweltbewusstsein erfahrbar machen sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

In meiner Aufgabe als Verantwortungsträger der Kirche bin ich viel unterwegs. Manche Strecken lassen sich nicht vermeiden. Möglich aber sind eine Reduktion des Tempos, eine bewusste Auswahl der Transportmittel, die Planung von gemeinsamen Fahrten und die Neuentdeckung des Mehrwertes, der im Zu-Fuß-Gehen liegt.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, Ihren konkreten und persönlichen Beitrag zu einem wertschätzenden Umgang mit der Schöpfung und zum Auto-Fasten zu leisten.

 

Gedanken zu „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen“ von

Mag. Olivier Dantine, Superintendent der Evangelischen Kirche für Salzburg und Tirol

Seit vielen Jahren laden die christlichen Kirchen zum Autofasten ein. Menschen, die sich daran beteiligen erfahren, dass Verzicht heilsam sein kann. Gerade der Verzicht auf das eigene Auto und das Umsteigen auf andere Arten der Mobilität bringt ein Mehr an Lebensqualität. Denn ich lasse anderen Geschöpfen mehr Raum und Luft, und ich komme selbst zum Aufatmen, denn durch das Autofasten kommt es auch zur heilsamen Entschleunigung. Gottes Schöpfung – seine gute Gabe an uns – wird so in besonderer Weise erlebt und wahrgenommen.

 

  (c) M.Atzler

  

„Es gibt Formen der Umweltverschmutzung, durch die die Menschen täglich geschädigt werden. […] Dazu kommt die Verschmutzung, die alle schädigt, aufgrund des Verkehrswesens …“ (aus LS 20).

„In einigen Ländern gibt es positive Beispiele von Erfolgen bei der Umweltverbesserung, wie […] Fortschritte in der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und anderes. Diese Aktionen lösen nicht die globalen Probleme, bestätigen jedoch, dass der Mensch noch fähig ist, positiv einzuschreiten.“ (aus LS 58) 

 

Neu 2016:

Schulwege - autofrei gestalten

Autofasten am Schulweg - Schulweg ohne „Elterntaxi“
Eltern können einen wesentlichen Beitrag zur Entspannung der Verkehrssituation vor Schulen leisten, wenn sie ihr „Elterntaxi“ daheim stehen lassen. Sie tun dabei sich, ihren Kindern und der Umwelt etwas Gutes und die Kinder werden sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Scooter zur Schule gelangen (eventuell mit Begleitung). Autofasten ist eine gute Möglichkeit, in der Fastenzeit das Mobilitätsverhalten zu überdenken und Alternativen auszuprobieren. Darüber hinaus gibt es tolle Preise zu gewinnen.

 

 (c) H.K. 

DI Dr. Hermann Knoflacher mit seinem Gehzeug.

 

Im Rahmen von „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ gibt es Mobilitätsworkshops für einzelne Schulklassen (Anmeldung noch bis 17. Februar 2016 unter hdb.kurse@dibk.at 

im Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

www.hausderbegegnung.com).

Außerdem gibt es die Einladung,in der Fastenzeit inhaltliche Impulse zum Thema Mobilität zu nutzen und im Unterricht einzubauen, bis 22.9.2016 Gehzeuge zu bauen, am europaweiten autofreien Tag bei der Gehzeugparade  in Innsbruck mitmachen und die Gehzeuge anschließend im Werkunterricht wieder zu verwerten – Stichwort „up-cycling“ (Anmeldung bis 1. Juli 2016 unter hdb.kurse@dibk.at im Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck,

 www.hausderbegegnung.com).

Schulwege autofrei gestalten

autofasten ist mittlerweile wie zum amen im gebet geworden und doch jedes Jahr spannend, neu motivierend und ja sowieso ganzjährig gültig, oder?
Lorenz Steiner
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
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http://www.autofasten.at/