Montag 24. September 2018

  

Haus der Begegnung

Rückblick 2016

Gehzeugparade am 22. September 2016

 

Fröhlich und ernst, still und laut, kreativ und Lust auf einen gesunden Lebensstil machend – so lässt sich die erste Innsbrucker Gehzeugparade charakterisieren. Bereits während der Fastenzeit erging neben dem Angebot für Mobilitätsworkshops eine Einladung an Schulen, am europaweiten autofreien Tag bei der vom Haus der Begegnung initiierten Gehzeugparade in Innsbruck mitzumachen. Ein großer Dank fürs Mitmachen geht Ursula Juen, Verena Weissenbach und Barbara Löffler und die SchülerInnen der 2A und 2D Klasse des BRG am Adolf-Pichler-Platz! Außerdem gilt der Dank für die Unterstützung der Gehzeugparade dem Land Tirol, der Stadt Innsbruck und der Exekutive.

 

Fächerübergreifend wurde das Thema Mobilität und deren Auswirkungen behandelt. Wichtiger Aspekt bei der Herstellung der Gehzeuge für diese Parade war uns Organisatoren der Gedanke des Upcyclings: so wurden alte Paletten von abrakadabra (Caritas Tirol) vorbereitet und dann von den SchülerInnen für die Gehzeuge verwendet. Nach der Gehzeugparade werden diese im Werkunterricht kreativ weiter verarbeitet.

 

Gehzeuge, die vom Verkehrsplaner Hermann Knoflacher bereits 1975 entwickelt wurden, zeigen einprägsam die Problematik unseres Verkehrswesens. Es gilt, neben den Vorteilen und Annehmlichkeiten von Autos, sich auch des Flächenverbrauchs, der Bodenversiegelung, des Lärms, der Schadstoffe und des Ressourcenverbrauchs bewusst zu sein und entsprechend sensibilisiert Verkehrsmittel zu wählen.

 

 Bilder

 

Donnerstag, 22. September 2016, 19 Uhr

im Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Eine Frage des Stils

Der europaweite autofreie Tag bewegt

Impulsvorträge, Diskussion

 

Inhalt:                   Der „Autofreie Tag“ am 22. September ist einer der Höhepunkte im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, der europaweit größten Kampagne für sanfte Mobilität. Im Haus der Begegnung greifen wir dieses Anliegen nicht nur durch die Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ auf, sondern bieten bewusst auch heute am „Autofreien Tag“ Impulse zum Thema „Mobilität und Lebensstil“. Sie erhalten an diesem Abend zunächst exklusive Eindrücke von der am Vormittag stattgefundenen Gehzeugparade* und erfahren von Silvia Steiner, welchen Beitrag hier die Caritas-Werkstatt zur Ressourcenfragen und zu Upcycling geleistet hat. Im zweiten Teil des Abends geht es um die Mobilität von morgen auf dem Land. Welche Chancen und Herausforderungen bergen die ländlichen Regionen, die aufgrund ihrer geringeren Siedlungsdichte ganz andere Mobilitätformen benötigen als dies in Städten der Fall ist? Verkehrsplaner Martin Randelhoff geht auf maßgeschneiderte Mobilitätsformen und -konzepte ein. Barbara Seirer-Baumgartner gibt Ihnen schließlich im dritten Teil dieses Impulsabends zur Frage des (Lebens)Stils Gesundheitstipps für Sie ganz persönlich mit auf den Weg und zeigt, wie wichtig gerade die Bewegung im Alltag ist.

 

ReferentInnen:       Mag.a Barbara SEIRER-BAUMGARTNER, BSc., AUVA Landesstelle Salzburg – Außenstelle Innsbruck, Fachkundiges Organ Ergonomie; Martin RANDELHOFF, Verkehrsplaner, Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, Dortmund und Dr.in Silvia STEINER, Dienststellenleitung abrakadabra Caritas Tirol

 

 

Die Unterstützung des Landes Tirol im Rahmen der Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ ermöglicht es uns, die Veranstaltung kostenfrei anzubieten.

 

 

Gedanken zu „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen“ von

Diözesanadministrator Mag. Jakob Bürgler

Worauf kommt es im Leben an? Viele Menschen sehen in Umwelt- und Klimaschutz eine grundlegende Voraussetzung für gutes Leben. Letztlich sind Umwelt- und Klimaschutz Fragen, bei denen es um Armut und Gerechtigkeit geht, um die künftigen Generationen und um die Art und Weise, wie wir mit uns selber umgehen.

Christliches Fasten ist die Einladung, etwas langsamer und achtsamer zu leben. Es bedeutet, Sorge zu tragen, dass es mir, meinen Mitmenschen, meiner Umwelt gut geht. Die ökologische Verantwortung ist Bestandteil unseres Glaubens. Es geht um Ehrfurcht, Achtsamkeit und Wertschätzung im Umgang mit dem Lebensraum, mit den Geschöpfen und Dingen. Die Fastenzeit ist eine Einladung, „Wege des Weniger“ zu finden, Wege der Einfachheit, des Maßhaltens, des Verzichtes.

Die Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ soll zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil anregen. Sie soll neue Lebensqualität und Umweltbewusstsein erfahrbar machen sowie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

In meiner Aufgabe als Verantwortungsträger der Kirche bin ich viel unterwegs. Manche Strecken lassen sich nicht vermeiden. Möglich aber sind eine Reduktion des Tempos, eine bewusste Auswahl der Transportmittel, die Planung von gemeinsamen Fahrten und die Neuentdeckung des Mehrwertes, der im Zu-Fuß-Gehen liegt.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, Ihren konkreten und persönlichen Beitrag zu einem wertschätzenden Umgang mit der Schöpfung und zum Auto-Fasten zu leisten.

 

Gedanken zu „Autofasten - Heilsam in Bewegung kommen“ von

Mag. Olivier Dantine, Superintendent der Evangelischen Kirche für Salzburg und Tirol

Seit vielen Jahren laden die christlichen Kirchen zum Autofasten ein. Menschen, die sich daran beteiligen erfahren, dass Verzicht heilsam sein kann. Gerade der Verzicht auf das eigene Auto und das Umsteigen auf andere Arten der Mobilität bringt ein Mehr an Lebensqualität. Denn ich lasse anderen Geschöpfen mehr Raum und Luft, und ich komme selbst zum Aufatmen, denn durch das Autofasten kommt es auch zur heilsamen Entschleunigung. Gottes Schöpfung – seine gute Gabe an uns – wird so in besonderer Weise erlebt und wahrgenommen.

 

 

P.Wegerer

 

Donnerstag, 11. Feber 2016, 19 Uhr im  HAUS DER BEGEGNUNG

Rennweg 12, Innsbruck (siehe www.hausderbegegnung.com

Wie der Radtrend unsere Städte verändert

Radfahren in Innsbruck

Vortrag und Diskussion mit Philipp K. Wegerer BA., MSc., Institut für strategisches Management, Marketing und Tourismus, Universität Innsbruck

Wie verändert Radfahren unsere Städte? Philipp Wegerer gibt einen Überblick über die Mobilität im 21. Jahrhundert und vergleicht die verschiedenen Mobilitätsformen. Unübersehbar und nicht zu überhören ist die Dominanz der Automobilität in den Städten, die deren räumliche Struktur geprägt hat. Es gibt aber inzwischen auch einen anderen Trend: Anhand von empirischen Beispielen wird gezeigt, wie die steigende Zahl von RadfahrerInnen den öffentlichen Raum von Innsbruck verändert.           

Mitwirkende die Stadt Innsbruck.

Die Unterstützung des Landes Tirol und des VVT im Rahmen der Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ ermöglicht es uns, die Veranstaltung kostenfrei anzubieten.

 

 P.Wegerer

 

Dienstag, 16. Feber 2016, 19 Uhr im Pfarrsaal Imst

Pfarrgasse 15, Imst

Das Auto im Rückwärtsgang

Erkenntnisse aus der Konsumforschung

Vortrag und Diskussion mit Philipp K. Wegerer BA., MSc., Institut für strategisches Management, Marketing und Tourismus, Universität Innsbruck

Das Automobil ist kaum aus dem modernen Leben wegzudenken. Dass diese Aussage schon überholt ist, zeigen globale Trends, die die kulturelle Dominanz von Autos erodieren. Philipp Wegerer setzt sich in seiner Forschung mit der Frage nach Mobilität und Raum auseinander. Er stellte fest, dass das Rad einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Gibt es diese Zunahme bei Alltagserledigungen auch im Bergland Tirol?

 

Haus der Begegnung gemeinsam mit Umweltverein Tirol und Katholisches Bildungswerk Tirol.

Die Unterstützung des Landes Tirol und des VVT im Rahmen der Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ ermöglicht es uns, die Veranstaltung kostenfrei anzubieten.

 

 P.Wegerer

 

Montag, 7. März 2016, 19 Uhr

im TAGUNGSHAUS der Erzdiözese Salzburg

Brixentalerstr. 5, Wörgl (www.tagungshaus.at)

Das Auto im Rückwärtsgang

Erkenntnisse aus der Konsumforschung

Vortrag und Diskussion mit Philipp K. Wegerer BA., MSc., Institut für strategisches Management, Marketing und Tourismus, Universität Innsbruck

Das Automobil ist kaum aus dem modernen Leben wegzudenken. Dass diese Aussage schon überholt ist, zeigen globale Trends, die die kulturelle Dominanz von Autos erodieren. Philipp Wegerer setzt sich in seiner Forschung mit der Frage nach Mobilität und Raum auseinander. Er stellte fest, dass das Rad einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Gibt es diese Zunahme bei Alltagserledigungen auch im Bergland Tirol? An diesem Abend gibt es außerdem einen kurzen Impuls zum aktuellen Mobilitätsprogramm in Wörgl.

 

Haus der Begegnung gemeinsam mit Umweltverein Tirol, Tagungshaus der Erzdiözese Salzburg, komm!unity, Stadt Wörgl, Stadtwerke Wörgl.

Die Unterstützung des Landes Tirol und des VVT im Rahmen der Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ ermöglicht es uns, die Veranstaltung kostenfrei anzubieten.

 

 M.Atzler

 

Angebot für Schulen im Rahmen von

„Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“:

 

Was hat das Kind davon, wenn es selbst zur Schule geht? „Für die Eltern ist der Schulweg meist nur die schnellstmögliche Bewältigung einer Strecke. Im Auto dominiert dabei noch der Sozialraum der Familie. Kinder, die tatsächlich einen Schulweg haben, berichten über andere Formen des sozialen Erlebens und der Erweiterung ihres Handlungsspielraums. Der Schulweg ist eben nicht mehr Elternhaus und noch nicht Schule.“ (Univ.-Prof. Dr. Rudolf Egger, KFU-Graz) In Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung ist es wichtig, Jugendlichen die Zusammenhänge zwischen Verkehrsmittelwahl, Stadtentwicklungsprozessen und Lebensqualität zu verdeutlichen. Das Mobilitätstraining, das spielerisch die Beweggründe einer mobilen Stadtentwicklung vermittelt, bietet Jugendlichen die Gelegenheit ihre eigene Mobilität kritisch zu hinterfragen.

 

Entsprechend dem 2016 neu aufgenommen Schwerpunkt Schulwege autofrei gestalten, wurden in Tirol Mobilitätsworkshops für einzelne Schulklassen angeboten. Das Angebot ist von der VS Johannes Messner in Schwaz genutzt worden. Inhaltlich wurde in den Workshops Folgendes behandelt:

  • Was ist so schädlich am Autofahren/am Verkehr und was macht es mit unserer Erde?
  • Treibhauseffekt
  • Verkehrsmittel: anhand von Geräuschen erraten, welche Verkehrsmittel sind gut für die Natur (zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, öffentliche Verkehrsmittel nutzen)

Resumee aus den Feedbackbögen der LehrerInnen:

Der Inhalt des Workshops sowie die Referentin Sabine Aigner vom Klimabündnis wurden mit sehr gut beurteilt und trafen die Erwartungen der LehrerInnen. Speziell auf den Workshop vorbereitet wurden die Klassen von den LehrerInnen nicht, allerdings motivierte der Workshop dazu, die Themen Klimaschutz, Naturschutz und Gesundheit zu vertiefen.

 

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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
http://www.autofasten.at/