Montag 17. Dezember 2018

 

 

DAS WAR AUTOFASTEN 2007

  

Die Aktion "Autofasten" fand heuer zum zweiten Mal statt und rief die Menschen auf, ein Zeichen zu setzen und auf das Auto so oft wie möglich zu verzichten. Im Rahmen der Aktion gab es auch Preise zu gewinnen. Der Hauptpreis wurde am Dienstag, 29. Mai, vergeben.

Autofahren belastet die Umwelt mit enormen Schadstoffmengen. Es war das Anliegen der Aktion "Autofasten" ein Zeichen zu setzen, indem man auf das Auto so oft wie möglich verzichtet und damit die Schöpfung schont. "Autofasten" wurde von der katholischen und der evangelischen Kirche in der Fastenzeit 2007 zum zweiten Mal durchgeführt. Im Rahmen der Aktion gab es auch Preise zu gewinnen. Der Hauptpreis wurde am Dienstag, 29. Mai 2007, in Wien überreicht.

  

  

"Einen persönlichen Beitrag leisten"


"Von unserem Verhalten hängt es ab, wie die Zukunft aussehen wird", so Scharl.

Insgesamt 3.500 Menschen haben sich an der Aktion "Autofasten" in der Fastenzeit 2007 beteiligt. Wenn jeder dieser registrierten Autofaster täglich auch nur fünf Kilometer weniger mit dem PKW zurückgelegt hat, ergibt dies bereits 700.000 Kilometer. Wie Weihbischof Franz Scharl vorrechnete, konnten damit 140 Tonnen an umweltschädlichen CO2-Emissionen vermieden werden. Aktionen wie das "Autofasten" seien angesichts des vom Menschen zumindest mitverursachten Klimawandels ein Gebot der Stunde, so Scharl, der an die Verantwortung der Kirchen erinnerte, ihren Beitrag zur Bewahrung der bedrohten Schöpfung zu leisten.

"Autofasten appelliert an das Verantwortungsbewusstsein von uns Menschen. Vom Verhalten eines jeden von uns hängt es ab, wie die Zukunft der ganzen Menschheit auf unserer Erde aussehen wird. Deshalb ist es wichtig ganz persönlich etwas gegen die Treibgasemissionen zu tun, in dem Ausmaß, in dem es möglich ist, sei es nun auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Es gilt auch hier das afrikanische Sprichwort, wenn viele Leute an vielen Orten viele kleine Schritte tun, können sie die Welt verändern", erklärte Weihbischof Scharl.

  

"Autofahren gehört zu den heiligen Kühen unserer Zeit"


"Wir können uns vom Zwang des Autofahrens befreien", erklärte Hansjörg Lein.
Die Aktion "Autofasten" hat über die Fastenzeit hinaus positive Folgewirkungen. Einer Umfrage zufolge haben sich 80 Prozent der Teilnehmenden vorgenommen, in Zukunft weniger mit dem Auto zu fahren. Das Auto gehöre zu den "heiligen Kühen" unserer Zeit, und das gelte in einem durchaus negativen Sinn, erklärte Superintendent Hansjörg Lein von der evangelisch-lutherischen Kirche.

"Als Christen und als Christinnen stehen wir mitten im Leben, mitten in der Gesellschaft und haben eine hohe Verantwortung, einerseits für uns selbst, für das Leben insgesamt und auch für das Leben unserer Mitmenschen. Es ist eine Möglichkeit mit dieser Aktion zu zeigen, dass es uns ein Anliegen ist dieser 'heiligen Kuh', oder diesem falschen Götzen, nicht alles zu opfern, sondern zu zeigen, dass wir die Freiheit haben uns vom Zwang des Autofahrens zu befreien", so Superintendent Hansjörg Lein bei der Preisverleihung.

  

  

Mit dem Zug nach Berlin

Dass der Verzicht auf das Autofahren vielfältige Vorteile mit sich bringen kann, kann die aus dem südindischen Kerala stammende Familie Pezhumatill bestätigen. Die in Wien lebenden indischen Katholiken haben nämlich den Hauptpreis gewonnen, der unter den 3.500 Teilnehmenden des Autofastens verlost wurde: Eine von den ÖBB zur Verfügung gestellte Wochenendreise nach Berlin.

Ich habe nach meiner Pensionierung im Herbst 2004 mein Auto verkauft, da ich aus beruflichen und familiären Gründen (Kinder sind alle außer Haus) keines mehr brauche. Ich fahre seither alles mit dem Rad und bin immer wieder erstaunt, wie kurz die innerstädtischen Wege eigentlich sind. Mit der entsprechenden Ausrüstung ist auch das Fahren in den Wintermonaten kein Problem.

Übrigens kann man mit dem Rad auch herrliche Urlaubstouren unternehmen und kommt so in Orte und Landschaftsbereiche, die man mit dem Auto kaum ansteuert.
Waldemar Feiner
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
http://www.autofasten.at/