Mittwoch 26. September 2018

 

 

17.03.2014 / Wien

Start in Wiener Neustadt

Nach Verteilaktion und Pressekonferenz das nächste Highlight: Prof. Knoflacher, österreichs bekanntester Verkehrsexperte kam nach Wr. Neustadt.

Sein Ziel ist es, dem Menschen zu helfen das Auto (physisch) aus dem Gehirn herauszubekommen und wieder entschleunigt leben zu können.

Knoflacher ist der Meinung, dass mit der Erhöhung der Geschwindigkeit die Entfernungen automatisch steigen. Dies geschieht unter anderem durch die Motorisierung und ebenso durch die Informationstechnologie. Die dadurch entstehenden Strukturen haben nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Auswirkungen. Einkaufszentren ziehen beispielsweise die Kaufkraft aus einem Radius von über 100 Kilometer ab und zerstören damit die lokalen

Geschäfte. Abgesehen davon verleiten sie mit kostenlosem Parken viele Leute dazu mit dem Auto einkaufen zu fahren, weil die meisten glauben, dass dies die schnellere Variante sei.

Dabei beweisen internationale Studien, dass der Zeitaufwand für Mobilität konstant bleibt, unabhängig davon ob die Menschen zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind.

 

 

Ziel muss es sein, wieder eine Welt für den Menschen zu bauen, nicht für das Auto. Dafür müssen die Bauordnung und die Finanzordnung geändert werden. Mit den richtigen Strukturen ist es möglich in einer Stadt mit einer Million EinwohnerInnen alles zu Fuß zu erledigen. Bis zu zehn Millionen EinwohnerInnen kann eine Stadt haben, in der noch alles gut mit dem Rad erreichbar ist. Darüber hinaus muss ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden, damit zum Beispiel Radfahren in Fußgängerzonen möglich wird - dies erfordert nämlich eine rücksichtsvolle Gesellschaft. Das alles kann jedoch nur geschehen, wenn das Auto unser Denken nicht mehr dominiert. 

. . Natur und Menschen beobachten statt sich über Straßenverkehrsteilnehmer zu ärgern

. . frische Luft einatmen statt Abgase zu husten

. . die Vielfalt an Klangwolken wahrzunehmen statt motorisch zu brummen

. . sich bewegen statt im Sitzen untätig zu sein

. . sich informieren und lesen statt Verkehrstafeln auswendig zu lernen

. . geruhsam sein statt sich zu stressen

. . sich selber, den Menschen und der Umwelt etwas Gutes zu tun

. . das Leben aktiv zu gestalten statt gelenkt zu werden
Dipl. Ing. Volker Loidolt
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
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1010 Wien

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