Donnerstag 18. Januar 2018

14.02.2017

Volksschule Pirka setzt autofreien Schulweg in die Tat um

Im Auftrag von Autofasten wurden an der VS Pirka bisher acht Einführungsworkshops zum Thema „Gehen, sanfte Mobilität, Gesundheit und Umwelt“ mit allen SchülerInnen durch das UBZ (Umweltbildungszentrum Steiermark) durchgeführt. Schulen, die sich an diesem Programm namens „Luftibus-Schule“ beteiligen, bekräftigen durch eine Absichtserklärung ihren Willen, sich im Rahmen des laufenden Unterrichts und unter Einbindung der Eltern nachhaltig mit dem Thema „Bewegung am Schulweg“ auseinanderzusetzen.

 

Christian Kollroser, Busfahrer und Vater von fünf Kinder, begleitet seit vier Jahren seine beiden jüngsten Buben und Nachbarskinder in der Früh zu Fuß in die Volksschule Pirka.

 

Zu Spitzenzeiten sind hier 12 bis 13 Kinder zu Fuß unterwegs. Gegangen wird mittlerweile bei jedem Wetter und auch die Bedenken einzelner Eltern konnten zerstreut werden. Bewältigt wird eine Strecke von 1,2 km in rund 15 Minuten. Kurz vor der Schule trifft der Trupp auf die Kinder, die das letzte Stück Schulweg zu Fuß von der Elternhaltestelle bis zur Schule bewältigen.
 

Interview mit Christian Kollroser, Pirka

 

Ziegler, Aktion Autofasten: Warum ist es für Sie wichtig, dass Ihre Kinder zu Fuß in die Schule gehen?

Kollroser: Kinder kommen in der heutigen medienüberfüllten Zeit einfach zu sehr wenig Bewegung. Daher sollten sie zumindest am Schulweg die Möglichkeit haben, zu Fuß zu gehen.

Ziegler: Was bringt es den Schülerinnen und Schülern, wenn sie gemeinsam zu Fuß in die Schule gehen?

Kollroser: Das gemeinsame Gehen fördert die Gemeinschaft, die Kinder übernehmen Verantwortung füreinander. So treffen wir uns inzwischen auch nachmittags zum gemeinsamen Spazierengehen. Und je mehr Kinder (geordnet) unterwegs sind, desto geringer ist auch die Gefahr für jeden einzelnen.

Ziegler: Können Sie uns von besonderen Erlebnissen berichten?

Kollroser

Kollroser: Die Gruppe wird immer von unserem Haushund (siehe Foto) begleitet. Für viele Kinder ist das eine große Motivation, sich den Fußgängern anzuschließen. Im Frühjahr 2016 hatten wir einen großen Wurf (7 Welpen). Nun konnte fast jedes Kind einen Hund an der Leine führen, das war natürlich eine zusätzliche Attraktion.

 

Ich fahre täglich (Sommer und Winter) mit dem Fahrrad zur Arbeit, finde die Aktion aber sehr gut und will sie auch unterstützen. Obwohl ich sehr selten mit dem Auto fahre, will ich in der Fastenzeit noch bewußter darauf verzichten. In der Stadt ist man meistens mit dem Rad schneller als mit dem Auto.
Roswitha Steinzer
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
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1010 Wien

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