Mittwoch 19. September 2018

17.10.2014 / Graz

Umweltbewusst leben in Andritz – wie geht das?

Sorge um die Erde bei den vielen „Schreckensmeldungen“, die wir übers Jahr immer wieder hören berühren uns alle. Jetzt können wir den Kopf in den Sand stecken und uns denken „eh egal“ resignieren, ob der großen Herausforderung oder versuchen in kleinen Schritten unserer Verantwortung gerecht zu werden. Für den der Letzteres versuchen will, finden sich in diesem Artikel einige Anregungen, wie dies übers Jahr gelingen könnte. (Bernhard Breid, Pfarre Andritz)

 

 

Herbst

Herbstzeit ist Wanderzeit. Einige Ziele lassen sich auch gut mit den Öffis erreichen. Zum Beispiel die Vier Tausender Pleschkogel, Heiggerkogel, Walzkogel und Mühlbacher Kogel sind von Andritz aus gut mit der Buslinie 110 erreichbar (Zustieg bei der Haltestelle Graz Weinzödlbrücke). Auch der Schöckl, die Lurgrotte und die Rettenbachklamm sind gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wanderfolder zu diesen und vielen weiteren Zielen gibt es bei Mobil Zentral in der  in der Jakoministraße 1. Im Internet findet man diese Wandervorschläge unter http://verbundlinie.at/freizeit/folder.php

Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet in der Rad & Bahn Broschüre viele Routenvorschläge, wie man Zugfahren und Fahrradfahren gut kombinieren kann. Auch diese Broschüren sind kostenlos bei Mobil Zentral erhältlich oder übers Internet herunterzuladen http://www.verbundlinie.at/freizeit/_download/radbahn_2014_touren.pdf

 

Winter

Ob es im Winter Schnee gibt ist nicht (mehr) sicher, sicher aber ist, dass Weihnachten kommt. Hier kann man darauf achten, dass nicht nur die Beschenkten Freude haben, sondern auch die Produzenten einen Preis für ihre Produkte bekommen (fair gehandelt), damit sie für sich und ihre Familien genug für ein gutes Leben haben. Fair gehandelte Produkte findet man in Graz zum Beispiel in den Weltläden (Reitschulgasse 14, Citypark (Lazarettgürtel 55), Tummelplatz 9).

Bevor das Frühjahr so richtig beginnt lädt Autofasten dazu ein, seine Gewohnheiten zu überdenken, und neue Wege zu gehen (statt mit dem Auto zu fahren).

 

Frühjahr

Im Frühjahr wird das Radl wieder ausgepackt (falls es überhaupt eingewintert wurde). In Andritz lädt der neue Radlweg am Gabriachbach und die Verbindung beim Shoppingcenter Nord in die Obere Weid ein, neue Routen nach Thal oder Judendorf Straßengel mit dem Fahrrad zu erkunden. Wer jetzt nicht weiß wo das ist und wie er dort hinkommt  findet diese Routen auf den Fahrradkarten (auch bei Mobil Zentral erhältlich oder in Andritz wieder beim Infoständer vor dem abc-Saal). Für Smartphonebesitzer gibt es noch eine andere Möglichkeit und zwar einen gratis Fahrradroutenplaner für Graz und auch für die Steiermark (www.bikecityguide.org/de/).

Wer nicht gern wegwirft oder günstig gebrauchte Sachen erwerben will, findet beim Fetzenmarkt in Andritz die beste Gelegenheit dazu. Dieser findet immer im abc am ersten Samstag nach Ostern statt.

 

Sommer

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Oft bedeutet das fliegen oder lange mit dem Auto unterwegs zu sein.
Aber warum nicht einmal ganz in der Nähe, in der Steiermark Urlaub machen? Zum Beispiel in Bad Radkersburg. Gar nicht weit weg und das Leben doch wieder ein Stück südlicher, gelassener. Bad Radkersburg ist super mit der Bahn erreichbar. Die Gegend eignet sich wunderbar zum Radfahren. Als Ausflugsziele bieten sich Badeseen, die Therme Bad Radkersburg, die Burg Oberradkersburg. Für weitere Radausflüge sind Straden oder Klöch mit einem Abstecher zum Gasthof Palz (Vorlage für den Film „Der Knochenmann“) lohnenswerte Ziele.

Wer doch in die Ferne schweifen will, kann zum Beispiel Berlin ansteuern. Mit der Bahn kann man Berlin gut und günstig mit dem Nachtzug (Liegewagen) erreichen (Abfahrt in Wien um ca. 22:00 Uhr und Ankunft in Berlin um ca. 9:00Uhr). Dort angekommen erlebt man eine sehr lebendige, junge ein bisschen ausgeflippte Stadt. Man spricht deutsch, aber das Leben ist doch ein bisschen anders. Man erlebt in dieser Stadt auf Schritt und Tritt Geschichte.

So gibt es rund ums Jahr viele Gelegenheiten kleine Schritte in Richtung Schöpfungsverantwortung zu tun.

Ich habe schon in den letzten zwei Jahren an der Aktion Autofasten teilgenommen, und es ist für mich selbstverständlich, dass ich auch heuer wieder dabei bin. Wobei ich eigentlich das ganze Jahr autofaste, denn ich pendle mit den Öffis nicht nur in die Arbeit und bin auch Besitzer einer SVV Jahreskarte.
Johann Feichtlbauer
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
https://www.autofasten.at/