Mittwoch 20. Juni 2018

24.04.2017 / Graz

Autofasten Steiermark 2017

Immer mehr Menschen in der Steiermark nutzen Autofasten, um sich vermehrt zu bewegen und durch umweltbewusstes Verhalten einen Beitrag zur Verbesserung der Luftsituation zu leisten – über 8000 waren heuer mit dabei und setzten im 13. Autofastenjahr vor allem auf die Öffis und das Zufußgehen. Auch das Fahrrad kam nicht zu kurz. E-Mobilität und Carsharing werden immer beliebter. Weiters beteiligten sich 8 Schulen von der VS bis zur HLA an der Aktion „Schulwege autofrei gestalten“.

 

Über 8.000 AutofasterInnen in der Steiermark (das sind 47 % aller österreichischen Autofastenden) sparten in der Fastenzeit 2017 unglaubliche 4,82 Millionen Autokilometer ein und somit auch rund 952 t CO2. Intensiv haben sich heuer auch wieder Schulen am Thema „Schulwege autofrei gestalten“ beteiligt. Viele Volksschulen nahmen die Fastenzeit zum Anlass, gemeinsam zu Fuß in die Schule zu gehen. „So lange es die Umweltbelastung erfordert, machen wir weiter! Es ist noch ein weiter Weg zur Erreichung der Paris-Ziele und zur Reduktion der Feinstaubbelastung in den steirischen Ballungszentren“, so Organisatorin Michaela Ziegler.

 

Die von der katholischen und evangelischen Kirche getragene Aktion „Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen“ wurde vom Steirischen Verkehrsverbund und vielen Kooperationspartnern unterstützt. Rückmeldungen und Erfahrungen der AutofasterInnen wurden mittels elektronischem Fragebogen evaluiert. Der Großteil der Wünsche bezieht sich auf günstigere und attraktivere Verbindungen im öffentlichen Verkehr, sowie auf den Ausbau von Radwegen, nicht zu vergessen die geforderten Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs im städtischen Bereich (Graz). Ebenfalls groß ist der Wunsch nach mutigen Politikern, die mittels regulativen Maßnahmen entschieden und zielgerichtet hin zur sanften Mobilität steuern. Die AutofasterInnen müssen es wissen: Fortbewegungsmittel Nummer eins während der Aktion waren die Öffis sowie das Zufußgehen (jeweils 76 %), dicht gefolgt vom Radfahren (66 %). Auch Elektromobilität und die Nutzung von Carsharing Angeboten sind immer mehr im Kommen – der Anteil bei der Elektromobilität stieg von 3 % Nutzung vor der Aktion auf 9 % während der Aktion, beim Carsharing stieg der Anteil von 1 % auf 4 %.

 

„Nachdem die Luftqualität gerade in Graz nicht so gut ist, finde ich diese Aktion super! Gemeinsam können wir viel bewegen.“, so Philipp O. aus Graz.

 

Die Aktion, die es seit dreizehn Jahren in der Steiermark gibt, ist somit eine nachhaltig wirksame Erfolgsgeschichte. 80 % der Befragten geben an, langjährige Autofasten-UnterstützerInnen zu sein. 

eine sehr schöne idee! nur zu schade, dass die gerade herrschende politik das noch immer zu wenig begreift bzw. es keine bewußtseinsbildung zur reduzierung dieser immer perverser (siehe suvs) werdenden autogesellschaft gibt. jeder nasenbohrer, handytelefonierer oder wurstsemmelfresser der in seinem goldenen autokäfig bei laufendem motor sitzt (ja, da gibt es viele) wird von mir so oft es geht daraufhingewiesen. das ist der höhepunkt der überflussgesellschaft: sich nicht einmal fortzubewegen und den dreck trotzdem in die umwelt zu blasen.
Ute Katschthaler
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Verein zur Förderung
kirchlicher Umweltarbeit
Stephansplatz 6
1010 Wien

info@autofasten.at
Darstellung:
http://www.autofasten.at/