Autofasten – ein Selbstversuch
Autofasten ist vor allem in Kärnten, mit seiner besonderen Topografie eine besondere Herausforderung. Abseits des Kärntner Zentralraumes ist die Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmittel nur sehr lückenhaft vorhanden. Die meisten Menschen sind deshalb vom eigenen PKW abhängig und können scheinbar nicht auf ihr Auto verzichten.
Harald Jost, Referent für Schöpfungsverantwortung der Diözese Gurk, hat sich der Herausforderung gestellt, einen Selbstversuch begonnen und seinen PKW stillgelegt, obwohl er zur angesprochenen Gruppe von Menschen gehört, die dezentral wohnen und dessen Alltag von einer gewissen Rastlosigkeit und Eile gekennzeichnet ist.
Nach einigen Wochen, in denen er zumeist mit dem Bus/Zug, mit dem Rad, zu Fuß und in einer Mitfahrgemeinschaft unterwegs war, zieht er eine erste Bilanz. Er erkennt, dass mehr Zeit und Selbstdisziplin notwendig ist, um den Alltag auf alternativen Wegen zu gestalten und betont, dass „unter dem Strich“ ein deutlicher Zuwachs an Lebensqualität stattgefunden hat.
"Die Menschen aus meinem Umfeld geben mir das Feedback, dass sich noch nie so viele Möglichkeiten zum Gespräch ergeben haben. Am morgendlichen Fußweg zur Arbeit nehme ich sehr intensiv „Wind und Wetter“ wahr und ich freue mich auf interessante Begegnungen."
So möchte wir, motiviert von Haralds Selbstversuch, zur „Entdeckung der Langsamkeit“ und zum Autofasten 2024 einladen. Jeder Schritt, auch der kleinste zählt!